Rund um den Mont Blanc

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189 Km - 7500 Hm

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FAKTEN (gesamte Tour)

Streckendaten

Länge: 189 km
Höhenmeter: 7500 m
Fahrzeit: 21:14 h bei Ø 8.9 km/h

Tourbewertung

Kondition: ✦✦✦✦✦✦
Technik: ✦✦✦✦✦✦
Erlebniswert: ✦✦✦✦✦✦

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Hier entstand die Idee - Der Mont Blanc beim Mallorca-Heimflug im Herbst vor der Tour
Hier entstand die Idee - Der Mont Blanc beim Mallorca-Heimflug im Herbst vor der Tour

„Den Mont Blanc umrunden, das sollte jeder Biker in seinem Leben mal gemacht haben." Mit dieser Idee tauchte Frank eines Winterabends bei mir auf. Ich war gleich hellauf begeistert. Wir setzten uns zusammen, planten Route, Etappenlänge sowie Übernachtungs-möglichkeiten und im darauffolgenden Sommer waren wir auf der Piste.
Wer den Mountainbike-Sport mit Vorliebe in den Alpenregionen ausübt, gerne kilometerlange Trails hinunter rattert, auch mal 1000 Höhenmeter am Stück hoch kurbeln kann, für den ist diese Mont-Blanc-Umrundung genau das Richtige. Unzählige Top Foto Locations gibt’s gratis dazu. Die beste Reisezeit ist Juli bis September, bitte die Öffnungszeiten der Unterkünfte beachten. Wasser- und Verpflegungs-stellen sind auf der gesamten Strecke reichlich vorhanden, einige sind als Wegpunkt auf dem Garmin hinterlegt. Einzig am dritten Tag ist es ratsam sich, im Übernachtungsort Les Chapieux ansässigen Einkaufsmarkt, mit Proviant einzudecken, denn vom Lac de Roselend bis zum Col du Joly sichteten wir keine Versorgungsstation mehr. Als Kartenmaterial für das Navigationsgerät kann ich die kostenlose Open-Street-Map Frankreich-Süd von Kowoma empfehlen. Sie ist grenzübergreifend, erstreckt sich über die Ausschnitte der Schweiz und Italiens die wir benötigen und somit über die gesamte Tour. Über einen kleinen Obolus auf ihr Paypal Konto freuen sich die Betreiber von Kowoma. Ergänzend zu der sonst üblichen Lieferung von Tourbeschreibung und GPS-Track erhalten sie bei Bestellung der Mont Blanc Umrundung die Adresse eines kostenlosen Parkplatzes am Startort, eine Übersichtslandkarte im PDF Format und eine Liste weiterer Übernachtungsmöglichkeiten mit Links zu derer Websites wenn vorhanden.

Höhenprofil

Höhenprofil

Karte

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Streckendaten

Länge: 35 km
Höhenmeter: 2000 m
Fahrzeit: 4:18 h bei Ø 8.1 km/h

Tourbewertung

Kondition: ✦✦✦✦✦✧
Technik: ✦✦✦✦✦✧
Erlebniswert: ✦✦✦✦✦✧
Zwischen den Wolken, der Mont Dolent
Zwischen den Wolken, der Mont Dolent
Startpunkt: Martigny
Fahrtrichtung: Im Uhrzeigersinn


Startpunkt:Bei Betrachtung des Höhenprofils von Tag eins ist eine gewisse Anstrengung vorhersehbar. Doch da die meisten der 2000 Höhenmeter gut fahrbar sind und das auf nur 35 Kilometer Wegstrecke ist ein Durchkommen am ersten Tag trotz evtl. 3 bis 4 stündiger Anreise gut möglich.
Von einem gebührenfreien Parkplatz in Martigny geht es zunächst auf die Route du Grand-Saint Bernard und diese verkehrsreiche Auffahrtsstraße verlassen wir bereits nach drei Kilometern bei Le Brocard. Über eine schmale Asphaltstraße steigen wir moderat weiter durch kleine, im Sommer ausgestorbene Wintersportorte hinauf nach Champex, idyllisch am See gelegen. Danach geht‘s über einen Schotterweg in einen tollen, teilweise etwas kantigen Trail. Am letzten Tag hätten wir ihn komplett durchfahren, aber bis dahin fehlen uns derzeit noch ein paar Trainingsstunden, so dass wir ab und an zum Absteigen gezwungen werden. Auf halber Abfahrt, bei einem Rastplatz mit Brunnen breiten sich die ersten Gletscher vor uns aus. Eine Infotafel vor Ort verrät uns deren Namen. Rasant wird die Fahrt fortgesetzt und ist die Talsohle erreicht steuern wir auf der Route de Ferret auf Issert zu. Die folgenden 12 Kilometer verlaufen größtenteils auf dieser Fahrstraße, die sich 700 Höhenmeter mit meist noch angenehmer Steigung das Val Ferret hinauf, durch weitere kleine Ortschaften bis Les Ars zieht. Zuvor können wir uns in einer der drei Einkehrmöglichkeiten in La Fouly nochmal stärken, denn die steile, drei Kilometer lange Schotterauffahrt zur Alpage de La Peule setzt uns nochmal gehörig zu. Doch durch die tolle Gletscherkulisse des Mont Dolent und Tour Noir wird diese Strapaze etwas versüßt.

Höhenprofil

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Karte

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Streckendaten

Länge: 50 km
Höhenmeter: 1850 m
Fahrzeit: 5:40 h bei Ø 8.9 km/h

Tourbewertung

Kondition: ✦✦✦✦✦✦
Technik: ✦✦✦✦✦✧
Erlebniswert: ✦✦✦✦✦✦
Richtung Rifugio Elisabetha
Richtung Rifugio Elisabetha

Ein Tag voller Eindrücke mit grandiosen Ausblicken inmitten gigantischer Gletscher und Felsformationen mit kilometerlangen, herrlichen Trails, aber auch knackigen Anstiegen, die nicht durchweg fahrbar sind.
Unter wolkenlosem Himmel holen wir unsere Bikes aus der Fahrradjurte. Kaum zu glauben wie die Sonne schon wieder Wärme spendet, hatte es doch noch vor einer Stunde Raureif auf den Gartenmöbeln und das Ende Juli. Doch die Sonneneinstrahlung wird uns bald zu stark, denn der Wanderweg zum Grand Col Ferret ist alles andere als bequem zu fahren. Von den verbleibenden 500 Hm bis dahin müssen wir vielleicht 100 schieben. Die „Bon Courage“ Zurufe der Wanderer spornt uns auf den letzen 500 Meter Fahrstrecke so an, dass wir am Gipfel fast vom Bike kippen, natürlich auch des Panoramas wegen. Die zunächst folgenden 500 Tiefenmeter der Abfahrt verlaufen ebenfalls auf diesem Wanderweg. Er wäre ein echter Lieblingstrail, hätten die Italiener da nicht diese als Wasserabweiser dienenden Querbarrieren aus Granitplatten, bzw. Holzbohlen eingebaut. Teilweise mehr als 10 Zentimeter aus der Wegoberfläche ragend ist es nicht ganz einfach diese, bei dem starken Gefälle, problemlos zu überfahren. Ab dem Refugio Elena nehmen wir den Schotterweg hinunter zum überfüllten Wanderparkplatz. Die folgenden 10 Km verlaufen bequem auf der schmalen Asphaltstraße durch das Val Ferret nach Cormayeur. Einzig störend sind die Fahrzeuge, denn deren Ausweichmanöver bremsen unsere flotte Talfahrt aus. Ab Cormayeur klettern wir 3 Km mit 7 bis 10 % Steigung, abermals auf Asphalt zur Wallfahrtskirche Notre Dame, im Anschluss entspannte 5 Km durch Fohrenwälder im Val Veny nach Plan de Logan und weitere 3 unbequeme Km auf die Hochebene des Lago Combal. Ständig muss ich nun meinen Kollegen auf dem Schotterweg dieser traumhaften See- und Gletscherlandschaft hinterher hecheln, weil mich die Fotostopps ganz aus dem Rhythmus bringen. Passierten wir doch eben den hier weit herunter ragenden, mit Schutt bedeckten Glacier du Miage, Italiens längsten Gletscher. Er ist alpinweit einzigartig, sein Ende befindet sich auf 1700 m. Am Ende dieser Hochebene klettern wir den steilen Grobschotterweg, mit Steigung 13 % Plus, 200 Hm hoch zum Refugio Elisabetha. Das war nochmal ein echter Lenkerbeißer, doch was tut man nicht alles für einen orig. italienischen Cappuccino. Nach der Stärkung folgen 450 steile Höhenmeter, wovon wir die letzten 150 ab dem allein stehenden Gebäude nur noch schiebend zum Col de la Seigne unterwegs sind. Hier oben präsentiert sich der weiße Riese das erste mal in seiner vollen Pracht. Kaum zu glauben dass sein Gipfel mahr als 2000 m über uns liegen soll, ist er doch zum Greifen nahe. 600 Tm Flowtrail zum Refuge des Mottets sind die Belohnung für den harten Einsatz. Noch ein kurzer Gegenanstieg und schon steht der rasanten Abfahrt nach Les Chapieux zur Auberge de La Nova nichts mehr im Wege.

Höhenprofil

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Streckendaten

Länge: 55 km
Höhenmeter: 2040 m
Fahrzeit: 6:16 h bei Ø 8.8 km/h

Tourbewertung

Kondition: ✦✦✦✦✦✦
Technik: ✦✦✦✦✦✦
Erlebniswert: ✦✦✦✦✦✦
Am Lac de Roselend
Am Lac de Roselend

Ein Tour de France Pass, ein anstrengender, nicht enden wollender Anstieg Richtung Col du Joly und eigentlich nicht enden dürfende, kilometerlange Abfahrtstrails auf denen Techniker auch auf ihre Kosten kommen.
Von Les Chapieux nehmen wir die Fahrstraße, welche uns über angenehme 5 bis 8% Steigung zum Cormet de Roselend hinauf führt. Auf der komfortablen Abfahrt zum Lac de Roselend sind Namen berühmter Tour de France Teilnehmer von der Fahrbahn abzulesen. Wir verlassen den See an seinem nordöstlichen Zipfel und steigen 200 Hm über Schotter auf die Anhöhe zwischen Lac de Roselend und Lac de La Gittaz. Hier oben glauben wir unseren Augen nicht mehr trauen zu können. Auf der gegenüberliegenden Bergflanke schlängelt sich ein Weg mit unzähligen Kehren nach oben. „Das ist Unserer“ muß ich feststellen, denn dieser Weg ist mit 7 Mountainbikern gespickt, mit jenen, welche am Vorabend wegen schlechter Wetterprognosen von ihrer hochalpinen Radwandertour auf unsere fahrbare Route umschwenkten. So genießen wir noch den Traumtrail zum Lac de la Gitazz und steigen im Anschluss in dieses Kurvenspektakel ein. Es fühlt sich genauso an wie es aussah. 20 Kehren sind aus dem Granit gemeißelt und das mit einer Steigung von 10% Plus auf ruppigem Belag. Nach diesem Kurventrauma kommen wir 150 Hm vor dem Gipfel nur noch schiebend voran. Schade dass jetzt die Wettervorhersage eintrifft, es setzt Regen ein. Der Wiesentrail ist flowig, weiter unten jedoch verblockt mit Steinen. Die folgenden 200 Tm und der Gegenanstieg zum Col du Joly mit dem Restaurant Chez Gaston verlaufen auf Asphalt, im Anschluss 5 Km wellig über einen Schotterweg. Nun folgt ein Wiesentrail gleichermaßen mit viel flow, zumindest wenn er trocken wäre, denn der vorausgegangene Regen und der lehmige Untergrund verwandelte unsere Fahrzeuge in Fatbikes. Weiter unten wird der Trail sehr anspruchsvoll, weshalb wir die letzten Meter nach Les Contamines den Schotterweg vorzogen. Der Wechsel zur gegenüberliegenden Talseite führt uns durch den Ortskern mit Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Nun rollen wir auf der Fahrstraße das Val Montjoie hinunter und schwenken in Bionay rechts weg auf die Route de Bionnassay. Über diese steile Auffahrstraße zum Col de Voza erreichen wir nach weiteren 500 steilen Hm unsere Auberge de Bionnassay.

Höhenprofil

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Streckendaten

Länge: 50 km
Höhenmeter: 1900 m
Fahrzeit: 5:00 h bei Ø 10 km/h

Tourbewertung

Kondition: ✦✦✦✦✦✦
Technik: ✦✦✦✦✦✦
Erlebniswert: ✦✦✦✦✦✦
Der Mont Blanc bei Chamonix
Der Mont Blanc bei Chamonix

Zwei ultrasteile Anstiege und Abfahrten vertreiben uns die Zeit an diesem letzten Tag. Dazwischen die lange Fahrt durch das Chamonixtal und ständig den Mont Blanc im Visier, bis wir ihn nach dem Col de Balme aus den Augenwinkeln verlieren.
Gemütliches einrollen ist anders. Die am Vortag nicht abgeschlossene Auffahrt zum Col de Voza wird vollendet und zwar auf noch steileren Rampen. Und dass der Untergrund auf Schotter wechselt erleichtert die Sache auch nicht gerade. Also rücken wir vor zur Sattelspitze und kurbeln was das Zeug hält. Kurze Fotostopps sind erlaubt, sie bringen unseren Puls wieder in den Normalbereich, denn die Südwestflanke des Mont Blancs erscheint mehr und mehr vor uns. Am Gipfel ist sie dann in voller weißer Pracht zu sehen. Über einen sehr steilen Schotterweg nehmen wir die Abfahrt nach Les Houches. Ohne viele Kehren einfach die Bergflanke hinab. Weiter unten denke ich: „Wenn diese vielen entgegen kommenden Wanderer, meist asiatischer Herkunft wüssten was da auf sie zu kommt“. In Les Houches nehmen wir die D243 nach Chamonix, dem Zentrum des französischen Alpinismus. In dessen Fußgängerzone ist ein Vorankommen nur schwer möglich. Die Straßencafe’s sind gefüllt mit Touristen. Schöner geht’s nicht, in der wärmenden Sonne einen Kaffee zu schlürfen unter dieser, zum Greifen nahen Gletscherkulisse. Doch der Blick zum Talende, Richtung Col de Balme, rät zur Weiterfahrt. So pedalieren wir bequem weiter bis Les Lavanger und steigen dann moderat zur Talstation des Col de Balme. Hier gibt es eine schwerwiegende Entscheidung zu fällen. Stellen wir uns in die Reihe der japanischen Touristen und gleiten mit der Kabinenbahn hinauf, oder kämpfen wir uns zwischen den Wandergruppen, zum Teil mit Sherpas und Lastesel ausgestattet diese 700 Hm in unzähligen Kehren nach oben? - Wir haben uns für die Muskelvariante entschieden, vielleicht gibt es zur Motivation erneut die bereits bekannten „Bon Courage“ Zurufe. Also dann nochmal Kette links, und zwar ganz links. So kämpfen wir uns Kehre für Kehre diesen grob geschotterten Weg nach oben. Das Display meines Fahrradcomputer‘s zeigt meist Steigungen zwischen 15 und 20 Prozent und das bis zur Mittelstation. Hier sitzen gefühlte 1000 Seilbahntouristen im Gras und bewundern den Mont Blanc – Was für ein schönes Fleckchen Erde. Die letzten 300 Hm könnte man ab hier mit dem Sessellift zurücklegen, doch dazu sind wir nun zu stolz, zumal es etwas flacher wird. Den Gipfel erreicht lassen wir den Mont Blanc hinter uns und schauen voraus ins Val du Trient. Zum Abschluss gibt’s noch einen Trail vom allerfeinsten. Teils etwas ruppig und sehr steil, aber für gute Biker fast alles fahrbar. Beinahe 1000 Tm schlängelt er sich nach unten bis Trient. Da kann uns der Gegenanstieg auf der Passstraße zum Col de la Forclaz nicht mehr aus der Ruhe bringen. Diese Fahrstraße benutzen wir weiter für die folgenden 1000 Tm in Kombination mit steilen Trails zu unserem Ausgangspunkt in Martigny. (Vorsicht die Traileinfahrten sind leicht zu übersehen)

Höhenprofil

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189 Km - 7500 Hm

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